Geldmarktfonds
Die Geldmarktfonds spielen sicher für den Anleger eine ganz andere Rolle, als beispielsweise Renten- oder Aktienfonds. Sie zielen auf kürzere Anlage-Zeiträume ab (Day Trading). Deshalb eignen sich solche Geldmarktfonds eher der Geldtipp zur Liquiditätsvorsorge, und damit als Rücklage für Notfälle oder aber auch als eine
gewisse Parkstation, um die dort verweilenden Gelder, je nach Marktsituation, neu zu verwenden. So können diese Rücklagen in höhere Zinsanlagen fließen. So gesehen heben sie sich zum Beispiel von Termineinlagen und anderen konventionellen Spareinlagen (Sparbuch, Tagesgeldkonto), besser ab. Wenn wir den Dreijahreszeitraum von 2000 bis 2003 erreichten Eurogeldmarktfonds betrachten, gab es einen Wertzuwachs von knapp 9 %, welches eine Rendite von knapp 3 % bedeutet.
Ein Vorteil von Geldmarktfonds ist auch, dass im Allgemeinen kein Ausgabeaufschlag verlangt wird. Wird von einem Anleger das Geld, welches in Geldmarktfonds steckt, benötigt, so kann üblicherweise nach zwei Arbeitstagen darüber verfügt werden. Das Risiko von Verlusten ist relativ gering, da in Geldmarktpapieren mit ausgesprochen kurzen Laufzeiten investiert wird. Steigende Zinsen am Geldmarkt schlagen sich kaum merklich auf den Kurs der Fondpapiere nieder, solange in Eurogeldmarkt Titel investiert werden. Ein gewisses Währungsrisiko besteht dagegen, wenn in ausländische Währungen Geldmarkt Titel benutzt werden. Dabei sollte derjenige, welcher diesen Fondbereich betreut, das eventuelle Währungsrisiko, und damit die Währungschancen, gut im Auge behalten Um dem Risiko aus dem Wege zu gehen, werden solche Fonds meist gemieden, wenn es denn um die kurzfristige Verfügbarkeit geht. Oder es wird nur zu einem geringfügigen Prozentsatz investiert, um vielleicht die eine oder andere höhere Zinsspanne mitzunehmen.
Was auch ein Vorteil sein kann, ist die steuerliche Begünstigung gegenüber vielen anderen Anlageformen. Der Erwerb von Anteilen an solchen Geldmarktfonds, wird insofern steuerlich begünstigt, weil die entstandenen Zwischengewinne nicht der Spekulationssteuer innerhalb des Fonds unterliegen (Transaktionen). Des weiteren unterliegen die Anteile in Geldmarktfonds einem halben Steuersatz von 0,5% ,anstatt 1 % bei Festgeld! Außerdem ist das Geld vor der Abwertung durch Inflation geschützt, und behält jederzeit die Option für eine erneute Anlage. In Verbindung mit unserem Deutschen Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) wird ein optimaler Schutz des Anlegers gewährleistet. In Deutschland zugelassene Geldmarktfonds dürfen darüber hinaus zum Anlegerschutz nur in Geldmarkttitel mit einer bestimmten Laufzeit und Bonität investieren. Geldmarktfonds können Sie ebenso wie normale Aktienfonds ganz normal über ein Aktiendepot Ihrer Hausbank, einer Direktbank oder bei einem Onlinebroker einkaufen und verkaufen. Möchten Sie dieses Depot zum Fondssparen benutzen, achten Sie unbedingt auf eine möglichst große Zahl an Fondssparplänen, und auch auf Fonds mit geringen oder reduzierten Ausgabeaufschlägen.