Venture Capital Fonds
Diese Geldanlagen sind wohl die ertragreichsten, damit aber auch die risikoreichsten Fonds. Was ist ein Capital Venture Fond? Nehmen wir das Beispiel des Gründers von Microsoft, Bill Gates. Er hatte diese Idee, ein PC Programm zu schaffen für jedermann, werkelte in seiner Garage und ihm ging das Geld aus. Das stand er
nun und kam auf die Idee Geld einzusammeln, und die Personen auch am Gewinn zu beteiligen. So stiegen etliche Leute mit ihren Dollars ein. Es wurde eine der größten Geschichten überhaupt, alle die daran beteiligt waren sind heute Milliardäre, Bill Gates selbst ist der reichste Mann der Welt. In Zeiten von Basel II und der Schwierigkeit, dass mittelständische Unternehmen Bankkredite für ihre neuen Ideen bekommen, ist eines der Gründe, dass auch hier in Deutschland solche Fonds ins Leben gerufen werden.
Nicht immer endet es gleich mit Milliardengewinnen. Aber die Grundidee ist, in Ideen Geld zu investieren und bei dem Erfolg an den Umsätzen oder Lizenzen beteiligt zu werden. So sollte jedermann der ein wenig Geld übrig hat, über eine solche Investition nachdenken. Nun kann man entweder direkt in ein Unternehmen investieren, wie das ja auch bei bestehenden Unternehmen mit Aktien funktioniert, oder aber man investiert in ganze Fonds, also mit vielen verschiedenen Ideen. Das soll dazu dienen, das Risiko zu verringern. Sollte eine Idee doch nicht so gut sein wie gedacht, oder durch irgendwelche Umstände verstirbt der Ideengeber, ein anderer meldet ein ähnliches Patent an und ist schneller in der Entwicklung, dann kann das Geld schnell mal weg sein, also ein Totalverlust. Venture Capital Fonds bieten sich dazu förmlich an. In Deutschland ist wohl einer der erfolgreichsten die Fondsgestaltung der Alfred Wieder AG, welche schon mit ihren ersten zwei Fonds erhebliche Ausschüttungen an ihre Investoren ausgeben konnte.
Der Exit der Zahntechnikfirma Etkon brachte über 100 % Rendite! Diese Firma ist aber mit weniger als 25 % Bestandteil der Fonds gewesen, die größeren Investitionen stehen noch bevor, darunter die Firma Antisense Pharma, die unter anderem den Bayerischen Förderpreis für Innovationen bekam. Sollte es hier zu einem Exit kommen, oder zum weltweiten Verkauf von Lizenzen, dann darf sich der Anleger wirklich die Hände reiben. Sicherlich sollte, aufgrund des höheren Risikos von auch mehreren Flops, ein Anleger nicht unbedingt sein ganzes Geld investieren, aber ein Teil von vielleicht 20% könnte enorme Gewinne erwirtschaften. Das könnte dann ein guter Grundstein für eine spätere Zusatzrente sein.